eForum zeitGeschichte 1/2 2003

Gedächtnisorte im Internet

Nichts Neues im "virtuellen" Raum!?

von Wolfram Dornik

Einleitung und Fragestellungen

In diesem Beitrag möchte ich der Frage nach Gedächtnisorten und der Konstruktion von Erinnerungskulturen im Internet - genauer gesagt auf Websites - nachgehen.1 Ich versuchte dabei, mich anhand von quantitativen und qualitativen Methoden folgenden Fragestellungen anzunähern: Kann man bei Websites überhaupt von Gedächtnisorten oder Erinnerungsorten sprechen? Wenn das zutrifft: Orientiert sich die Kultur der Erinnerung an traditionellen oder an neu entwickelten Mustern? Was sind die wesentlichen Charakteristika bei der Erinnerung von Nationalsozialismus und Holocaust auf österreichischen Websites? Lässt sich die "virtuelle" Erinnerung in die bisher vorherrschende Mischung aus Verdrängen und Erinnern des Nationalsozialismus und Holocaust in der österreichischen Öffentlichkeit einordnen? Wie wirken sich Globalisierung und Digitalisierung auf die Erinnerung des "Zivilisationsbruches Auschwitz"2 aus?

Die Methode

Bevor ich näher auf diese Fragestellungen eingehe, möchte ich einige Anmerkungen zur angewendeten Methode machen: Zum einen habe ich versucht, einen Großteil der im Internet zu findenden österreichischen Ressourcen zur Zeitgeschichte zu erfassen. Damit sind Websites und einzelne Pages gemeint, die sich der österreichischen Geschichte im 20. Jahrhundert widmen. Andere Anwendungen in Zusammenhang mit dem Internet, wie FTP, E-Mail, Filesharing-Programme, Chats, MUDs, Online-Spiele und so weiter habe ich nicht in mein empirisches Material aufgenommen. Ich habe mich weiters entschieden, beispielsweise Websites von Zeitungen und Zeitschriften, die sich nicht explizit mit Geschichte beschäftigen, auszusparen. So habe ich rund 370 österreichische Sites/Seiten gefunden, die den unterschiedlichsten institutionellen und qualitativen Rahmenbedingungen entspringen sowie die verschiedensten Themen behandeln.

Zweitens habe ich mich in der Arbeit auf die österreichischen Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust konzentriert und eine Analyse von neun ausgewählten Beispielen vorgenommen. Dabei habe ich die Untersuchungsobjekte nach medientheoretischen, inhaltlichen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen untersucht.3

Ausgangsbasis I - Die Begriffe

Eingangs stellte ich die Frage, ob bei Websites überhaupt von Gedächtnisorten oder Erinnerungsorten gesprochen werden kann: Jan Assmann definiert einen Gedächtnisort als einen geographischen Raum, der semiotisiert wird.4 Dabei ist zu beachten, dass diese Bindung an den geographischen Raum nicht das Charakteristische eines Gedächtnisortes ist, sondern die Semiotisierung - die Aufladung eines Ortes mit für ein kollektives Gedächtnis wichtigen Symbolen. Es bedarf keines besonders geschulten Auges und keiner aufwendigen Analyse, dass die semiotische Aufladung von Websites offensichtlich wird. Bei der Analyse wurde deutlich, dass die ProduzentInnen eine Vielzahl von bildlichen wie auch sprachlichen Symbolen verwenden.

Zweites Element eines Gedächtnisortes, wie ihn Assmann definierte, ist die geographische Komponente. Auch wenn es praktisch relativ schwierig ist, so kann das Internet technisch mit seinen Knotenpunkten, Servern, Hosts und UserInnen im geographischen Raum klar verortet werden. Bei dementsprechenden Anstrengungen können auch die Wege der Datenpakete über den Globus hinweg verfolgt werden. Die geographische Verortung einer Website beziehungsweise ihrer Darstellung am Bildschirm ist zwar schwierig, jedoch mit Hilfe eines hohen Maßes an Abstraktionsfähigkeit möglich. Es ist also berechtigt, nach dem heuristischen Prinzip den Begriff "Gedächtnisort" auf Websites, aber auch auf das Internet als Gesamtes anzuwenden.

Schwieriger wird dies beim Terminus "Erinnerungsort": Etienne Francois und Hagen Schulze definieren diesen als "[...] generationenüberdauernde Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung und Identität, die in gesellschaftliche, kulturelle und politische Üblichkeiten eingebunden sind und die sich in dem Maße verändern, in dem sich die Weise ihrer Wahrnehmung, Aneignung, Anwendung und Übertragung [...]" wandelt.5 Bei dieser Begriffsbestimmung sticht ein Teil besonders heraus: "generationenüberdauernde Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung und Identität". Demnach ist jedoch klar, dass einzelne Websites bei dementsprechender zeitlicher Dauer und Relevanz für Erinnerung und Identität von Kollektiven zu "Erinnerungsorten" werden können. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Website "holocaust.at", die als eines der ersten Cyber-Denkmäler bezeichnet werden kann.6 Das Internet als Gesamtes jedoch, mit seiner permanenten Veränderung und Aktualisierung, als Ort des Verschwindens und Auftauchens ohne Fixpunkt, kann meines Erachtens nicht als "Erinnerungsort" bezeichnet werden.

Ausgangsbasis II - Die Thesen

Nun möchte ich zu den Hypothesen zu Erinnerungskulturen im Internet kommen. Grundsätzlich verstehe ich unter Erinnerungskulturen die Charakterisierung, die Muster und die Ausformung der Darstellung des Erinnerten und der dafür verwendeten Erzählungen. In meinem Fall wende ich diese Untersuchung der Erinnerungskulturen auf Websites an: Dies umfasst also semiotische, ästhetische, rhetorische, inhaltliche und erinnerungsrelevante Aspekte.

Die erste der Hypothesen - die Symmetrie-These - geht davon aus, dass die Erinnerungskulturen, die im Cyberspace von den ProduzentInnen der Websites verwendet werden, lediglich eine Spiegelung von im scheinbar "materiellen" Raum vorhandenen Elementen sind. Diese Elemente gründen sich auf eine lange zeitliche Tradition, die ohne besonderen Bruch in das Internet übertragen, gespiegelt werden. Das heißt, die für die Erinnerung an den Holocaust und den Nationalsozialismus wesentlichen Symbole und Erzählungen werden im Internet abgebildet; die Strukturen der Erinnerung wurden und werden noch immer so stark im "materiellen" Raum geprägt, dass noch keine eigenständigen Kategorien entstanden sind.

Als Autodeterminations-These habe ich die zweite Untersuchungsgrundlage bezeichnet. Diese geht von einer abgekapselten Entwicklung im Cyberspace aus: sowohl was die Erzählungen selbst als auch was die Umstände (Struktur, Charakteristika, Semiotik ...) dieser Erzählungen betrifft. Die Besonderheiten des Internets - wie Hypertextualität, Konnektivität, Multimedialität, Globalität und so weiter - schaffen in Zusammenhang mit der stark evolutionären Ausprägung dieses Raumes, durch Millionen über den Globus verteilte TeilnehmerInnen, völlig unabhängige und losgelöste Erinnerungskulturen.

Dass diese beiden Extrempositionen nicht haltbar sind, war relativ schnell klar; deshalb suchte ich einen Ausweg aus diesem Gegensatzpaar. Gefunden habe ich ihn im Hybrid-Begriff, wie ihn Irmela Schneider in einem Beitrag zu dieser Debatte formulierte: "Hybridizität bildet sich in der postmodernen Gesellschaft - so eine These von William Bergquist - durch die Kombination von prämodernen und modernen Organisationsformen."7 Am Ende ihrer Arbeit konkretisiert sie noch einmal: "Die Logik des Sowohl-als-auch, die in Diskursen des Hybriden verfolgt wird, verweist auf eine zentrale Entwicklung der letzten Jahre, über deren Folgen viel spekuliert wird: Unterscheidungen und Trennungen, die bis dato gültig waren, verlieren zunehmend an Gültigkeit."8

Mit der "Logik des Sowohl-als-auch" sind also die beiden Thesen miteinander verbindbar und im Rahmen der Analyse anwendbar. Prämoderne und moderne Kulturen der Erinnerung vereinen sich im Cyberspace zu einer eigenständigen Form. Die beiden Thesen habe ich trotzdem aufrechterhalten, dienten sie in dieser Funktion vor allem dem Aufzeigen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten, von Brüchen und Kontinuitäten zwischen Cyberspace und "materiellem" Raum. Diese Unterschiede weisen aber einen fließenden Übergang auf, der keine sichtbaren und klaren Grenzen hat.

So wurde im Rahmen der Analysen deutlich, dass weder reine Symmetrie noch völlige Autodetermination in der Charakterisierung der Erinnerungskulturen anzufinden sind. Viele Strukturen, Symbole, Darstellungsformen und Ästhetiken orientieren sich ganz klar an traditionellen, im "materiellen" Raum geprägten Mustern. Sie werden jedoch in den Cyberspace übernommen und erfahren im Kontext des Internets - wie die Hypertextualität, die Konnektivität und die vereinfachte Multimedialität als autodeterminative Elemente - eine neue Prägung. Wie nun einige wesentliche Charakteristika dieser Erinnerungskulturen aussehen, möchte ich im Folgenden kurz zusammenfassen:

Die Charakteristika

  1. Das Internet unterstützt die Regionalisierung, die regionale Verortung von "großen", von zu großen Themen. Nahezu alle untersuchten Websites verorten den Holocaust in einem regionalen Kontext. Durch diese Stärkung der regionalen Komponente, wie sie auch von Stuart Hall als eine Auswirkung der Globalisierung festgestellt wurde, kann der Holocaust besser vermittelt werden.9
  2. Die institutionelle und finanzielle Unabhängigkeit sowie die verhältnismäßig einfache Produktion und Wartung von Online-Publikationen fördert die Präsentation von "alternativen" Vergangenheitsinterpretationen - ob dies nun künstlerische Vergangenheitsinterpretationen mit einem klaren gesellschaftskritischen Zugang sind oder an Verschwörungstheorien orientierte sowie an Revisionismus grenzende Interpretationen der Geschichte. Das Internet bietet diesen Interpretationen und Erzählungen von Geschichte(n) einen zusätzlichen Raum, waren sie doch auch schon früher möglich - zum Beispiel im Rahmen von kleineren Verlagen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen.
  3. Websites werden mit überwiegend symmetrischer Symbolik des "materiellen" Raumes aufgeladen. Die Semiotik orientiert sich in ihrer überwiegenden Zahl also nicht an der für die Computerisierung charakteristischen - dabei ist die von Apple erfundene und von Microsoft mit Windows übernommene "benutzerfreundliche Symbolbedienungsoberfläche" gemeint -, sondern wird mit Hilfe von Fotos und Abbildungen in den Cyberspace gespiegelt.
  4. Das Internet ermöglicht die räumliche und zeitliche Ausweitung der Kommunikation, bei gleichzeitiger Gebundenheit von Raum und Zeit. Ausstellungen und einmalige Veranstaltungen können im Rahmen einer Website dokumentiert und zumindest mittelfristig gespeichert werden. Dabei ist jedoch zu betonen, dass das Internet zur langfristigen und statischen Speicherung aufgrund der Kurzlebigkeit von Soft- und Hardware nicht taugt; zumindest so lange nicht taugt, bis eine soft- und hardwareunabhängige Programmiersprache entwickelt wird - die Entwicklung einer solchen wird zwar angestrebt, ob sie sich durchsetzt ist jedoch eine andere Frage, hat sich doch auch Esperanto beispielsweise nicht durchgesetzt. In diesem Kontext können die Internationalisierung und Globalität des Cyberspace als wichtiger Beitrag zur räumlichen und zeitlichen Ausweitung interpretiert werden.
  5. Neben der Hypertextualität und Konnektivität ist ein weiteres zentrales Element des Internets die Multimedialität. Diese kann, muss aber nicht, zu einer Vereinfachung von komplexen Ereignissen - wie es der Holocaust zweifelsohne ist - führen. Vorteil dieser Entwicklung ist, dass die Veranschaulichung des historischen Ereignisses erleichtert und auf die unterschiedlichen Rezeptionsansprüche eingegangen werden kann. Nachteil dieser Tendenz ist die Simplifizierung und im schlechtesten Fall die Verkürzung oder sogar Relativierung des Holocaust. Solchen Entwicklungen muss auf jeden Fall in Online-Publikationen entgegnet werden, was durch die Partizipation der Wissenschaft und zivilgesellschaftlicher Organisationen am Online-Diskurs möglich ist - womit dem Wechselspiel zwischen "history" und "heritage" nachgekommen wird.10
  6. Ein Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, ob Holocaust und Nationalsozialismus auf Websites in die österreichische Geschichte/Erinnerung integriert werden oder ob die Verantwortung auf Deutschland abgewälzt wird.11 Alle in der Detailanalyse untersuchten Sites verorteten den Nationalsozialismus und den Holocaust klar im österreichischen Gedächtnis. Meist wurde dies über den "Umweg" regionaler oder lokaler Erzählungen erreicht. Häufig wird mit Hilfe von aktuellen Bezügen das historische Ereignis aus der zeitlichen Fixierung herausgerissen und in der Gegenwart eingeordnet.

    So werden beispielsweise im Rahmen der Sites der "Rückgabestelle Salzburg"12 oder "judenpogrom.at"13 die Orte der "Arisierung" und Verfolgung von jüdischen BewohnerInnen der Städte Salzburg und Innsbruck in der Gegenwart visualisiert. Das damals geschehene Unrecht und die nicht erfolgte "Wiedergutmachung" werden so im "kommunikativen Gedächtnis" reaktualisiert - eine zweifelsohne wichtige Funktion, da bald ein Großteil der ZeitzeugInnen dem "kommunikativen Gedächtnis" entrissen sein wird. Mit Hilfe dieser regionalen und aktualisierten Erzählungen wird größere zeitliche und emotionelle Nähe der RezipientInnen provoziert.

    Das Besondere von Websites ist, dass die Erzählungen nicht nur auf lokaler Ebene diskutiert werden können, sondern im globalen Cyberspace Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Erde zugänglich wird. Dies unterstützt die Tendenz, dass der Holocaust zur globalen Metapher des "Nie-wieder" wird. Daniel Levy und Natan Sznaider haben dies in ihrem Buch "Erinnerung im globalen Zeitalter: Der Holocaust" mit Begriffen wie Kosmopolitisierung und Musealisierung umschrieben. Sie arbeiten in dieser Arbeit sehr deutlich heraus, dass diese Entwicklung nicht erst mit dem Internet begonnen hat, sondern schon im Laufe der 80er Jahre einsetzte und sich durch Filme wie "Schindlers Liste" und andere "Medienereignisse" verstärkte. Das führte zu folgendem Prozess: "Die nationale Katastrophe des Holocaust wird aus ihrem historischen Kontext gelöst und unter globalen Voraussetzungen neu formuliert."14 Das Internet unterstützt in diesem Rahmen lediglich den globalen Diskurs.
Es stellt sich mir nun die Frage, ob die Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust in Österreich in eine neue Phase eintritt: Folgt nun, nach der Phase des kollektiven Opferstatus und der Auslagerung der NS-Zeit auf Deutschland, die von jener der breiten Akzeptanz der Mittäter-These abgelöst wurde, die Globalisierung der Erinnerung an den Holocaust auch in Österreich? Wird es in dieser Phase zu neuerlichem Relativieren bis hin zu Revisionismus führen oder auch in unserem Land zur Etablierung der globalen Metapher des "Nie-wieder" beitragen? Das Internet, mit seinen globalen Orten der Kommunikation, ist Akzelerator und ein weiterer Repräsentationsraum dieser "neuen" Erinnerung des Holocaust. Welche Ausformungen im Detail diese Erinnerungskulturen in Zukunft noch annehmen werden, bleibt vorerst noch offen.

 

1 Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag, der am 6. Österreichischen Zeitgeschichtetag in Salzburg "kunst - kommunikation - macht" vom 28. 9. - 1. 10. 2003 gehalten wurde. Die Endfassung des Textes wird im Tagungsband im Studienverlag Innsbruck erscheinen. Dabei stütze ich mich auf meine Dissertation, die im Laufe der beiden letzten Jahre entstanden ist: Wolfram Dornik, Zeitgeschichte und Internet. Anmerkungen zur Konstruktion von Erinnerungskulturen auf österreichischen Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust, phil. Diss. Graz 2003.
2 Vgl.: Dan Diner (Hg.), Zivilisationsbruch. Denken nach Auschwitz, Frankfurt am Main 1988.
3 Für weitere methodische und inhaltliche Aspekte zu meiner Dissertation möchte ich auf meine Website "zeit-ge-schichte-n": <http://www.zeit-ge-schichte-n.net>, 24.10.2003 (2003), und die Arbeit selbst verweisen: Dornik, Zeitgeschichte und Internet (wie Anm. 1).
4 Vgl.: Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 1992, 60.
5 Vgl.: Etienne Francois/Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte I, München 2001, 18.
6 Vgl.: holocaust.at: <http://www.holocaust.at>, 24.10.2003, 11.12, Opera 7.0.
7 Irmela Schneider, Von der Vielsprachigkeit zur "Kunst der Hybridation". Diskurse des Hybriden, in: Irmela Schneider/Christian W. Thomsen (Hg.), Hybridkultur. Medien - Netze - Künste, Köln 1997, 13-63, 13.
8 Ebenda, 58.
9 Vgl.: Stuart Hall, Kulturelle Identität und Globalisierung, in: Karl H. Hörning/Rainer Winter (Hg.), Widerspenstige Kulturen, Frankfurt am Main 1997, 393-441.
10 Vgl.: David Lowenthal, "History" und "heritage". Widerstreitende und konvergente Formen der Vergangenheitsbetrachtung, in: Rosemarie Beier (Hg.), Geschichtskultur in der Zweiten Moderne, Frankfurt am Main New York 2001, 71-94.
11 Die Literatur ist dazu sehr breit; einige Beispiele: Thomas Albrich, Holocaust und Schuldabwehr. Vom Judenmord zum kollektiven Opferstatus, in: Rolf Steininger/Michael Gehler (Hg.), Österreich im 20. Jahrhundert. Studienbuch in 2 Bänden (Band 2), Wien - Köln - Weimar 1997, 39-106. Gerhard Botz, Geschichte und kollektives Gedächtnis in der Zweiten Republik. "Opferthese", "Lebenslüge" und "Geschichtstabu" in der Zeitgeschichtsschreibung, in: Wolfgang Kos/Georg Rigele (Hg.), Inventur 45/55, Österreich im ersten Jahrzehnt der Zweiten Republik, Wien 1996, 51-85. Heidemarie Uhl, Zwischen Versöhnung und Verstörung. Eine Kontroverse um Österreichs historische Identität fünfzig Jahre nach dem "Anschluss" (Böhlaus Zeitgeschichtliche Bibliothek 17), Wien - Köln - Weimar 1992.
12 Vgl.: Rückgabestelle Salzburg: <http://www.t0.or.at/rueckgabe/>, 03.09.2003, 11.01, Opera 7.0.
13 Vgl.: judenpogrom.at: <http://www.judenpogrom.at/>, 23.07.2003, 16.23, Opera 7.0.
14 Daniel Levy/Natan Sznaider, Erinnerung im globalen Zeitalter: Der Holocaust, Frankfurt am Main 2001, 237.