eForum zeitGeschichte 2/2001

Fachzeitschriften für Historiker im Internet

Ein sicherlich unvollständiger Überblick

von Stefan Blaschke

Zeitschriften sind eine wichtige Publikationsform in der Wissenschaft. Denn hier werden aktuelle Forschungsergebnisse und Diskussionsbeiträge veröffentlicht. Dies allein ist schon Grund genug, sich mit dem Thema "Internet und Fachzeitschriften" zu beschäftigen. Das kann hier allerdings nicht in umfassender Weise geschehen, sondern im Grunde nur angeschnitten werden. Es ließe sich zu dem Thema sicherlich mehr schreiben. In einem ersten Teil soll das Webverzeichnis "The History Journals Guide" vorgestellt werden, das ich seit fast vier Jahren herausgebe. Die Arbeit an diesem Internetprojekt bildet dann die Grundlage für die weiteren Bemerkungen über Geschichtszeitschriften im Internet. Im wesentlichen werden hier verschiedene Online-Angebote für Historiker kurz skizziert.

The History Journals Guide - Stationen der Entwicklung und Zielsetzung

1. The History Journals Guide (HJG) findet sich unter der Webadresse http://www.history-journals.de/. Hervorgegangen ist das Verzeichnis aus einem studentischen Projekt. Nachdem ich zum ersten Mal über eine Veranstaltung der Kölner Soziologen mit dem Internet in Berührung gekommen war, nämlich im Wintersemester 1996/97, begann ich mich dafür zu interessieren, welche Angebote es für Historiker im WWW gab und welchen Nutzen diese zunächst einmal für mein Studium haben könnten. Eine Internet-Einführung für Geschichtsstudenten führte das Historische Seminar damals noch nicht durch, zumindest war mir keine bekannt.

Es gab damals zahlreiche Linksammlungen, die meistens auch Zeitschriftenlinks enthielten. Teilweise fanden sich zwar dieselben Titel, aber die Links führten nicht immer zu denselben Webseiten. Zudem listeten die Linksammlungen auch unterschiedliche Titel auf, sicherlich auch bedingt dadurch, dass unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt wurden. Aber es hatte sich bis dahin anscheinend niemand die Mühe gemacht, in umfassender Weise nach Zeitschriften im Internet zu recherchieren. Als Erstes stellte ich die Zeitschriftentitel aus den verschiedenen Linksammlungen zusammen. Gleichzeitig lernte ich HTML und versuchte zum ersten Mal, Webseiten zu gestalten. Innerhalb kurzer Zeit entstand so eine umfangreiche Zeitschriftenliste, die allein für den privaten Gebrauch eigentlich zu schade war.

Die Frage war nur, wie und wo die Liste veröffentlicht werden konnte. Im Sommersemester 1997 war das Kölner Historische Seminar mit einer eigenen Homepage online gegangen. Die Seiten wurden damals von Patrick Sahle betreut, der mir schließlich die Möglichkeit gab, die Zeitschriftenliste hier als studentisches Projekt zu veröffentlichen. Seit dem 28. Juli 1997 ist das Verzeichnis nun im Internet frei verfügbar. Bis September 1997 erweiterte ich die Liste, so dass sie schließlich über 420 Titel umfasste.1 Durch einen Wechsel der Betreuer für die Homepage des Historischen Seminars änderte sich auch die Situation für mich. Denn es gab auf einmal keine Möglichkeit mehr - warum auch immer -, die Liste in Köln fortzuführen. Überhaupt wurde die Rubrik der studentischen Projekte vom Seminar nicht weitergeführt bzw. ausgebaut. In dieser Situation bot mir Tobias Berg, der Herausgeber des Nachrichtendienstes für Historiker (NFH), seine Hilfe an. Er nahm das Verzeichnis auf den Server des NFH. Ohne ihn würde vermutlich das Verzeichnis gar nicht mehr existieren, sondern wäre längst eingestellt worden.

Da mir damals weltweit keine umfangreichere Sammlung historischer Zeitschriften im Netz bekannt war, ergänzte ich die Liste durch eine englische Version. Der bisherige Titel "Historische Zeitschriften" wurde geändert in "The History Journals Guide". Die deutsche Fassung stellte ich bereits einige Monate später aufgrund des zu hohen Arbeitsaufwands ein. Der Ausbau des Verzeichnisses ging unterdessen weiter. Von Anfang an bestand es aus einem alphabetischen, nach Titeln geordneten Gesamtindex sowie aus chronologischen, geographischen und thematischen Unterverzeichnissen. Außerdem gab es ein Verzeichnis für ausschließlich elektronische Zeitschriften. Die Links wurden jeweils mit kurzen Beschreibungen über die Inhalte der Webseiten versehen. Dies erschien sinnvoll, da der Informationsgehalt der einzelnen Internetseiten für Zeitschriften doch sehr unterschiedlich war. Seit Mai 1999 erhält jedes Periodikum eine eigene Informationsseite mit kurzen Beschreibungen der Zeitschriften und Angaben u.a. zu Herausgebern und Verlagen. Ferner wurden weitere Unterverzeichnisse erstellt, u.a. nach Sprache, Verlagen sowie historischen Einrichtungen (Gesellschaften, Organisationen und Vereine). Daneben wurden auch Links zu anderen Zeitschriftenverzeichnissen und -listen im Internet zusammengestellt, sowie zu anderen Informationen rund um das Thema Zeitschriften, wie z.B. ISSN-Zentren.

Seit Anfang 1999 ist das Zeitschriftenverzeichnis Teil der Geschichtssektion2 der WWW Virtual Library.3 Dabei handelt es sich um ein internationales Netzwerk von Historikern, die Webverzeichnisse zu verschiedenen historischen Themen erstellen und pflegen. Der Benutzer hat seitdem die Möglichkeit, die Seiten des HJG nach Stichworten zu durchsuchen, zugleich aber auch alle Verzeichnisse der WWW-VL History oder der gesamten Virtual Library.4

Seit November 1999 gebe ich zudem einen elektronischen Newsletter -The History Journals News5- heraus, der über Neuerungen im Verzeichnis informieren soll. Und seitdem wird auch in regelmäßigen Abständen ein Update ins Netz gestellt, zunächst geschah dies einmal die Woche, seit März 2000 alle zwei Wochen, was bis dahin nicht der Fall war. Im Newsletter werden zudem Ankündigungen veröffentlicht, wie z.B. die Vorstellung neuer Zeitschriften, Calls for Papers oder Hinweise auf neue elektronische Aufsätze. Im vergangenen Jahr wurde das Zeitschriftenverzeichnis erweitert durch zwei neue Verzeichnisse, nämlich im März 2000 durch eine Bibliographie, die Aufsätze aus elektronischen Zeitschriften erfasst, und im Juni 2000 durch ein Verzeichnis für Geschichtsmailinglisten.

2. Von Anfang an wurde Geschichte in einem sehr umfassenden Sinne verstanden, nämlich als das Studium der Vergangenheit. Dabei folgt der HJG dem in fünf Bänden zwischen 1981 und 1986 erschienenen "Historical Periodicals Directory" (HPD).6 Allerdings werden im HJG keine chronologischen, geographischen, sprachlichen oder thematischen Grenzen gesetzt. Es werden sowohl wissenschaftliche und populärwissenschaftliche als auch existierende und bereits eingestellte Periodika, einschließlich Newsletters, aufgenommen. Auch Zeitschriften, zu denen es bislang keine Webseiten im Internet gibt, werden berücksichtigt, allerdings nur dann, wenn diese angemeldet werden. Eine Recherche meinerseits findet nicht statt. Darüber hinaus werden auch interdisziplinäre Zeitschriften und solche aus anderen Disziplinen, wie z.B. Soziologie oder Anthropologie, aufgenommen, wenn sie auch Beiträge mit historischem Bezug veröffentlichen. Das Gesagte gilt selbstverständlich auch für die Mailinglisten.

Ziel ist es, aktuelle Informationen über Zeitschriften und Mailinglisten zu geben. Dazu gehören bei den Periodika neben kurzen Beschreibungen Angaben über Abkürzungen, ggf. über Titeländerungen, über Herausgeber und, soweit vorhanden, E-Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme, soweit vorhanden über Verlage, über Beginn und eventuell Ende der Publikation, Erscheinungsweise, über Sprachen der Beiträge, über die ISSN sowie Links zu vorhandenen Webseiten, soweit sie gefunden oder angemeldet worden sind. Bei den Mailinglisten sollen die kurzen Beschreibungen ergänzt werden durch Angaben, wie die Liste subskribiert werden kann, wer die Liste betreut, seit wann die Liste existiert und unter Umständen wann sie eingestellt worden ist sowie in welchen Sprachen Beiträge veröffentlicht werden können. Von jeder dieser Informationsseiten kann der Benutzer zu den Unterverzeichnissen gelangen, seien es die alphabetischen Titellisten oder die Listen nach Epoche, Region, Sprache oder Thema, um verwandte Zeitschriften oder Mailinglisten zu finden.

Der Nutzer soll möglichst schnell, ohne großen Aufwand zu der Information gelangen, die er sucht. Dabei spielt auch der Gedanke eine Rolle, dass Einstiegsseiten ins Internet von kaum zu überschätzender Bedeutung sind und vermutlich sogar immer wichtiger werden. Dazu stehen verschiedene Wege zur Verfügung. Sucht man nach einer ganz bestimmten Zeitschrift, kann man entweder die Suchmaschine nutzen und im alphabetischen Gesamtindex nachsehen. Wenn man sich aber für Zeitschriften zu einem bestimmten Thema interessiert, so kann man die Unterverzeichnisse konsultieren. Anders als in Buchform lässt ein Internetverzeichnis diese Möglichkeiten ohne weiteres zu. Außerdem ist es im Internet ohne großen Aufwand möglich, einzelne veraltete Informationen zu aktualisieren. Während es in Buchform nicht neue Auflagen geben kann, nur weil einige Angaben nicht mehr stimmen, können im HJG die einzelnen Informationsseiten sofort ersetzt werden.

Die Notwendigkeit für ein solches Verzeichnis wie den HJG zeigt sich auch daran, dass seit dem Erscheinen des HPD eine Reihe von Zeitschriften entweder eingestellt oder umbenannt worden ist bzw. eine Reihe von Zeitschriften neu entstandenen ist. Derzeit beinhaltet der HJG Informationen zu über 2600 Periodika und über 550 Mailinglisten sowie Links zu rund 1000 elektronischen Aufsätzen. Der HPD bietet hingegen Informationen zu über 12000 Zeitschriften. Darum sei an dieser Stelle auch auf zwei allgemeine Zeitschriftenverzeichnisse verwiesen, nämlich Ulrich's International Periodicals Directory7 und PubList.com. The Internet Directory of Publications.8 Ersteres ist kostenpflichtig, letzteres steht jedem Internetnutzer frei zur Verfügung.

3. Es sollen hier aber auch die Mängel des HJG angesprochen werden. Um das Bild aufzugreifen, das Ingrid Böhler im ersten Heft von eForum zeitGeschichte benutzt hat9, lässt sich ohne Übertreibung sagen, dass der HJG immer noch eine Baustelle ist. Allerdings sind hier Bauherr, Architekt und Bauarbeiter ein und dieselbe Person. Der Baustellencharakter ist daran erkennbar, dass aufgrund von Layoutänderungen im Laufe der Zeit nicht alle Seiten einheitlich gestaltet sind. Außerdem enthalten die Unterverzeichnisse noch nicht alle dazugehörigen Titel. Es müssen immer noch viele Zeitschriften "katalogisiert" werden. Bei den Mailinglisten sieht die Situation etwas besser aus, wohl auch aufgrund des geringeren Umfangs. Die Bibliographie elektronischer Aufsätze bietet zur Zeit nur ein Autorenverzeichnis. Unterrubriken wie für Periodika und Mailinglisten sind bisher nur angedacht. Ferner sind noch nicht alle Zeitschriften und Listen entsprechend den Vorgaben "beschrieben" worden. Bei den Zeitschriften trifft das vor allem auf die Einträge vor Mai 1999 zu.

An diesem Gesamtzustand wird sich wohl in nächster Zeit auch nicht viel ändern. Der HJG ist bis heute ein Ein-Mann-Projekt, es besteht weder eine institutionelle noch eine finanzielle Unterstützung. Um die Internetrecherchen durchführen zu können, stehen mir als Promotionsstudent die "öffentlichen" Computerräume der Universität Köln zur Verfügung. Allerdings nimmt mittlerweile die Online-Tätigkeit nicht mehr die meiste Zeit in Anspruch. Das Erstellen der Informationsseiten, das Überarbeiten der einzelnen Unterrubriken, die Informationsrecherche in anderen Hilfsmitteln usw. finden meistens "offline" statt.

Damit ist auch ein weiteres Problem angesprochen, nämlich die Aktualisierung der Informationen. Ich muss dabei gestehen, dass ich schon nicht mehr genau weiß, wie viele externe Links der HJG enthält. Es lässt sich nur eine Untergrenze angeben aufgrund der Titelanzahl der Zeitschriften und Mailinglisten und der Einträge in der Bibliographie. So gibt es wenigstens 4100 externe Links. Da es aber zu einigen Zeitschriften zwei, drei oder mehr Webseiten im Netz gibt, da einige elektronische Aufsätze in verschiedenen Formaten, meistens in HTML und PDF, vorliegen, dürfte die Gesamtzahl noch um einiges höher sein.

Die Arbeitsleistung ist im Grunde nicht mehr von einer Person zu erbringen, die zudem eigentlich nur nebenher an dem Projekt arbeitet und hauptsächlich an einer Dissertation schreibt (oder schreiben sollte). Die Hoffnung, dass durch Anmeldungen neuer Zeitschriften bzw. Update-Meldungen die Arbeit entlastet würde, hat sich leider nicht erfüllt. Die Zahl der eingehenden Mails ist gering, ausgenommen Werbemails. Dies könnte man dahingehend deuten, dass der Nutzen des Verzeichnisses vielleicht doch nicht als so hoch angesehen wird. Andererseits verzeichnet der Newsletter (noch) einen stetigen Anstieg an Subskribenten, so dass es mittlerweile über 520 Einzelabonnenten und eine Kooperation mit einer Mailingliste gibt. So scheinen die angebotenen Informationen durchaus als nützlich empfunden zu werden. Dies deutet wiederum auf eine eher passive Haltung der Nutzer hin.



Figure 1: Besucherzahlen seit Februar 2000 (Auf Grund einer Zählerumstellung ab 7. Februar 2000, 10:58 Uhr.)








Table 1: Herkunft der Besucher (Zwischen 7. Februar 2000, 10:58 Uhr und 9. April 2001, 15.25)

 

Land

Zahl

%

 

Land

Zahl

%

-

unknown

16661

31.67

.se

Schweden

206

0.39

.com

US Commercial

8425

16.01

.ru

Rußland

168

0.31

.net

Network

7386

14.04

.gov

US Government

168

0.31

.de

Deutschland

5568

10.58

.jp

Japan

165

0.31

.edu

US Educational

3581

6.80

.nz

Neuseeland

161

0.30

.uk

Großbritannien

2042

3.88

.gr

Griechenland

159

0.30

.ca

Kanada

817

1.55

.pl

Polen

155

0.29

.au

Australien

803

1.52

.mil

US Military

141

0.26

.at

Österreich

791

1.50

.il

Israel

135

0.25

.ch

Schweiz

520

0.98

.ie

Irland

111

0.21

.us

USA

452

0.85

.ar

Argentinien

108

0.20

.nl

Niederlande

452

0.85

.hu

Ungarn

108

0.20

.fr

Frankreich

446

0.84

.mx

Mexiko

90

0.17

.it

Italien

412

0.78

.no

Norwegen

90

0.17

.be

Belgien

325

0.61

.sg

Singapur

83

0.15

.dk

Dänemark

307

0.58

.br

Brasilien

65

0.12

.es

Spanien

247

0.46

.cz

Tschechien

62

0.11

.org

Non-Profit Org.

232

0.44

.tr

Türkei

54

0.10

.fi

Finnland

214

0.40

.pt

Portugal

48

0.09

Weitere 57 Herkunftsangaben wurden registriert.



Konventionelle Zeitschriften im Netz

1. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Zeitschrifteneinträge im HJG handelt es sich um konventionelle (gedruckte, traditionelle) Periodika. Zu diesen finden sich im Internet Webseiten, die von den Herausgebern, den Verlagen oder Dritten erstellt worden sind. Die angebotenen Informationen sind dabei höchst unterschiedlich. Sie reichen von wenigen allgemeinen Hinweisen bis zu umfangreichen Angaben mit z.B. einem vollständigen Index der Zeitschrift. Statt der kompletten Inhaltsverzeichnisse erhält man aber häufiger nur die für die aktuelle Ausgabe bzw. für die letzten Hefte. Teilweise werden auch Zusammenfassungen von Aufsätzen ins Netz gestellt.

Zweifellos bieten solche Inhaltsverzeichnisse einen Nutzen. Der Vorteil liegt darin, dass man sich schnell über neu erschienene Aufsätze und andere Beiträge informieren kann, vor allem hinsichtlich jener Zeitschriften, welche die Bibliotheken vor Ort nicht abonniert haben. Über Aufsatzlieferdienste kann man sich dann - bei Interesse - den jeweiligen Artikel bestellen. Beispiele für solche, natürlich kostenpflichtige Dienste sind GBVdirekt10, Subito11 oder Uncover12.

Die Bereitstellung von Inhaltsverzeichnissen auf Webseiten der Herausgeber, Verlage oder anderer, so nützlich sie sein mag, bedeutet für Internetnutzer aber auch einen letztlich hohen Aufwand, um an die Informationen zu kommen, die möglicherweise für die eigene Forschungstätigkeit von Interesse sein könnten. Selbst über ein Webverzeichnis für Zeitschriften, das eben die Links zu den Internetseiten bereitstellt, dürfte der Aufwand so hoch sein, dass die meisten Nutzer es wohl eher bleiben lassen, die einzelnen Webseiten von Zeitschriften regelmäßig aufzusuchen.

Hierin dürfte wohl auch der Grund zu sehen sein, warum einige Verlage sogenannte "Benachrichtigungsdienste" eingerichtet haben, um die Forschungsgemeinschaft über neu erschienene Hefte zu informieren. Ein solcher Dienst ist beispielsweise Content Alerting von Oxford University Press.13 Hier hat man die Möglichkeit, sich die neuesten Inhaltsverzeichnisse von einer oder mehreren Zeitschriften per E-Mail zuschicken zu lassen, so z.B. von English Historical Review, Holocaust and Genocide Research und Twentieth Century British History. Andere Beispiele für solche Dienste sind Kluwer Alert14 von Kluwer Academic Publishers und SARA - Scholarly Articles Research Alerting15 von der Taylor & Francis Group, zu der u.a. die Verlage Taylor & Francis, Carfax und Routledge gehören. Aber nicht nur Verlage haben solche Dienste eingerichtet, sondern auch andere Einrichtungen wie z.B. The British Library. Deren Service inside alert16 bietet die neuesten Inhaltsverzeichnisse für über 20000 Zeitschriften an. Im Gegensatz zu den Verlagsangeboten ist dieser Dienst allerdings kostenpflichtig.

Für Zeitschriften, die man selbst regelmäßig liest, weil man sie selbst oder Bibliotheken vor Ort abonniert haben, haben solche Dienste wohl eher keinen großen Nutzen. Und ob man sie für andere Zeitschriften nutzt, erscheint mir etwas fraglich. Eine andere Möglichkeit für Verlage und Herausgeber, neue Aufsätze bzw. Hefte anzukündigen, - die wohlmöglich auch effektiver ist - sind Mailinglisten. Hier ist der Aufwand für die Nutzer geringer und der für die Anbieter dürfte letztlich nicht höher sein, als wenn sie einen eigenen Benachrichtigungsdienst einrichten. Eine Kombination beider Möglichkeiten ist zudem auch möglich. So stoßen etwa bei H-Soz-u-Kult die regelmäßig verbreiteten Inhaltsverzeichnisse und ggf. auch Abstracts aktueller Hefte von mittlerweile über 60 Fachzeitschriften auf ein großes Interesse bei den Subskribenten.17

2. Für Literaturrecherchen sind all diese Angebote aber eher wenig geeignet. Hier gibt es andere Hilfsmittel, die auch online verfügbar sind. Dazu gehört z.B. die von der Arbeitsgemeinschaft außeruniversitärer historischer Forschungseinrichtungen der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AHF) herausgegebene Historische Bibliographie18. Die Online-Fassung umfasst die Berichtsjahre 1990 bis 1999 und enthält ungefähr 109000 bibliographische Einträge. Erfasst werden neben in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland erschienenen Büchern auch deutsch- und fremdsprachige Zeitschriftenaufsätze, Beiträge aus Sammelwerken sowie sonstige Veröffentlichungen. Zur Probe kann im Jahrgang 1997 ohne Einschränkungen kostenlos recherchiert werden. Ebenfalls im Internet stehen seit April 1999 die Jahresberichte für deutsche Geschichte19, die deutsch- und fremdsprachiges Schrifttum zur deutschen Geschichte erfasst. Dazu zählen wissenschaftliche Monographien, Sammelbände, Zeitschriftenaufsätze, Quelleneditionen, Nachschlagewerke und Bibliographien. Zu nennen ist ebenfalls die Österreichische Historische Bibliographie20 (ÖHB). Die ÖHB verzeichnet Publikationen der österreichischen Geschichtsforschung, soweit sie denn in Österreich erschienen sind. Dazu zählen Monographien, Reihenwerke, Artikel aus Festschriften, Sammelwerken und Zeitschriften, ebenso aus Aufsatzsammlungen, Katalogen, Kongress- und Tagungsbänden sowie Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationsschriften, aber auch Sach- und Personalbibliographien zu historischen Themen. Die gesamte Bibliographie ist online abrufbar.

Für die Recherche von Literatur sind zweifellos Bibliographien von großer Bedeutung. Davon stehen mittlerweile unzählige im Internet, wobei sich auch hier für Nutzer das Problem stellt, wie man sie auf einfachem und schnellem Wege findet. Seit kurzem gibt es auch hierfür ein Verzeichnis unter dem Titel Online-Bibliographies for Historians: A Directory21. Dieses hat neben einem alphabetischen Gesamtindex auch chronologische, geographische und thematische Unterverzeichnisse. Mittlerweile finden sich hier über 630 Einträge.

3. Speziell für die Suche nach Zeitschriftenliteratur sind die beiden von ABC-Clio herausgegebenen bibliographischen Datenbanken Historical Abstracts und America: History and Life22 zu nennen. Erstere umfasst den Zeitraum von 1450 bis zur Gegenwart ohne Berücksichtigung der USA und Kanada, letztere erschließt die Geschichte und Kultur eben dieser beiden Länder. Über 2000 Zeitschriften werden weltweit erschlossen. Beide Datenbanken werden nun auch über das Internet angeboten, wobei die Online-Versionen jeweils monatlich aktualisiert werden. Nützlich sind die Datenbanken auch wegen der gelieferten Zusammenfassungen von Aufsätzen. Interessierten stehen kostenlose Probe-Datenbanken zur Verfügung, die jeweils auf einer älteren gedruckten Ausgabe basieren. Sie dienen als "Anschauungsmaterial" für die Einrichtungen, welche die Datenbanken (noch) nicht subskribiert haben. Für die Benutzung ist kein Passwort notwendig.

Ein weiteres Internet-Angebot ist PCIWeb23 (= Periodicals Contents Index Web). Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die von Chadwyck-Healey angeboten wird. Sie erfasst Tausende von Periodika der Geistes- und Sozialwissenschaften. Jeder Artikel von der jeweils ersten Ausgabe bis - allerdings nur - zum Jahr 1990/91 wird erfasst, womit Recherchen zur neuesten Literatur nicht möglich sind. Die kostenpflichtige Datenbank wird kontinuierlich ausgebaut und kann nur von Bibliotheken und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen bezogen werden.

Daneben gibt es aber auch für Nutzer kostenfreie Dienste, wie z.B. TOCS-IN24 (= Tables of Contents of Journals of Interest to Classicists). Bereits seit 1992 werden hier Inhaltsverzeichnisse archiviert, so dass bis heute rund 160 Zeitschriften erfasst worden sind und die Datenbank über 29000 Aufsätze (Stand: März 2001) beinhaltet. Mehr als 70 "ehrenamtliche Mitarbeiter" aus 14 Ländern arbeiten an dem Projekt mit. Links zu Zusammenfassungen oder gar zu Volltexten werden, wenn vorhanden, hinzugefügt. Seit vergangenem Jahr werden auch Festschriften und Sammelbände von Konferenzen indiziert. In der Regel sind die Zeitschrifteninhaltsverzeichnisse erst ab 1992 aufgenommen, teilweise aber auch frühere Ausgaben. Dem Benutzer steht lediglich eine Suchmaschine zur Verfügung.

Ein anderer Dienst ist Contents Pages from Law Reviews and Other Scholarly Journals25, angeboten von der Tarlton Law Library an der University of Texas, Austin. Über 750 englischsprachige Zeitschriften weltweit werden erfasst, wobei ein gewisser Schwerpunkt auf den USA liegt. Es steht lediglich ein Suchfeld zur Verfügung. Zudem werden nur die Inhaltsverzeichnisse der Zeitschriften erfasst, welche die Bibliothek in den letzten drei Monaten erhalten hat. Artikel können über den von der Bibliothek angebotenen Dokumentenlieferdienst bestellt werden, natürlich gegen Bezahlung.

Ein wichtiges und hilfreiches Angebot ist das von Stuart Jenks geschaffene Zeitschriftenfreihandmagazin26 (ZFHM), das seit Ende 1997 online ist. Dabei handelt es sich um eine Datenbank mit Inhaltsverzeichnissen geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften, aber auch monographischer Reihen und Festschriften in deutscher Sprache. Drei Überlegungen standen am Anfang des Projektes. Erstens soll das ZFHM helfen, Beiträge in deutschen Geschichtszeitschriften weltweit bekannter zu machen, zumal ja die deutsche Geschichtsforschung nicht mehr den Bekanntheitsgrad in der Welt hat, wie es möglicherweise früher einmal der Fall war. Zweitens sollen genaue bibliographische Angaben - vollständiger Name des Autors, genauer Titel des Aufsatzes, exakte Seitenzahlen - geliefert werden, die beispielsweise nötig sind, um Aufsätze per Fernleihe bestellen zu können. Aber auch für die Erstellung von Literaturverzeichnissen können all diese Angaben hilfreich sein. Drittens bietet das ZFHM die Möglichkeit, Literatur zu finden, auch in den Fällen, in denen man z.B. nur den Nachnamen des Autors und den Zeitschriftentitel ohne weitere Angaben zur Verfügung hat. Über eine Suchmaschine kann man die genauen Angaben ermitteln. Zudem ist es möglich, die Datenbank nach einem beliebigen Stichwort durchsuchen zu lassen.

Anders als bei TOCS-IN gibt es eine alphabetische Liste der aufgenommenen Zeitschriften, so dass man die einzelnen Bände auch einzeln durchgehen kann - was man so schön auch als "Browsen" bezeichnet. Ferner gibt es keine zeitliche Beschränkung - weder nach vorne noch nach hinten. Alle Titel sollen vollständig erfasst werden, von der ersten bis zur letzten bzw. aktuellsten Ausgabe. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass die neuesten Inhaltsverzeichnisse noch nicht im ZFHM vorhanden sind. Eine Auflistung aller bisher erfassten Titel wird hier nicht erfolgen, denn es sind die Inhaltsverzeichnisse von über 150 in der Datenbank enthalten. Die Zahl nimmt stetig zu. Das ZFHM überschreitet seit kurzem auch seine "Sprachgrenze", indem auch englischsprachige Zeitschriften aufgenommen werden.

Volltextzeitschriften im Netz

1. Kommen wir nun zu den Volltextzeitschriften, die online verfügbar sind. Hierbei kann man zwei Gruppen unterscheiden: zum einen elektronische Parallelausgaben von konventionellen Zeitschriften, zum anderen originäre elektronische Zeitschriften. Für die erste Gruppe gibt es verschiedene Dienste.27 Hierbei kann man grundsätzlich unterscheiden zwischen Verlagen, die ihre Zeitschriften selbst zusätzlich in elektronischer Form anbieten, und Service Providern, bei denen elektronische Parallelausgaben für Zeitschriften verschiedener Verlage zu finden sind. Zu letzterer Gruppe gehören z.B. CatchWord, ingentaJournals, IDEAL und Project Muse.

Für den Nutzer selbst ist natürlich von Interesse, auf welche elektronischen Parallelausgaben er oder sie zugreifen kann. Teilweise sind auch Subskriptionen von Einzelpersonen möglich, die hier außer acht gelassen werden. In Deutschland existiert dazu die Elektronische Zeitschriftenbibliothek28 (EZB). Dabei handelt es sich um einen kooperativen Dienst von 140 Bibliotheken mit dem Ziel, ihren Nutzern einen einfachen und komfortablen Zugang zu elektronisch erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschriften zu verschaffen. Dieser Service wurde im Rahmen eines Projektes von der Universitätsbibliothek Regensburg in Kooperation mit der Bibliothek der Technischen Universität München entwickelt. Aufgenommen werden alle Zeitschriften, die Artikel im Volltext anbieten. Die EZB umfasst 9118 Titel, davon 931 reine Online-Zeitschriften, zu allen Fachgebieten. 1978 Fachzeitschriften sind im Volltext frei zugänglich (Stand: 9. April 2001). Nicht jede Zeitschrift ist dabei für jeden Internetnutzer frei zugänglich. Dies ist abhängig davon, ob die jeweilige Bibliothek die Zeitschrift abonniert hat oder nicht.

Damit ist die EZB die größte Sammlung solcher Zeitschriften in Deutschland. Die Zeitschriftenbibliothek besteht aus einer alphabetischen Gesamtliste und fachlichen Listen. Zudem besteht die Möglichkeit einer Stichwortsuche. Die fachlichen Schwerpunkte liegen hier auf Medizin, Technik, Biologie und Chemie, des Weiteren Wirtschaftswissenschaften, Physik, Informatik und Mathematik. Dieser Umstand dürfte damit zu erklären sein, dass die elektronische Verbreitung von konventionellen Zeitschriften in diesen Disziplinen weiter verbreitet ist. Die EBZ zeigt, dass zu konventionellen deutschsprachigen Zeitschriften aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft bislang keine elektronischen Parallelausgaben vorliegen. Die EBZ soll in Zukunft weiter ausgebaut werden durch die Integration neuer Benutzerdienste. So sind beispielsweise die Erstellung einer englischsprachigen Oberfläche, die Verbesserung der Suchfunktionen durch eine Aufsatzsuche sowie die Einführung von Alerting-Diensten geplant.

An der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen wurde ebenfalls eine digitale Zeitschriftenbibliothek aufgebaut: Gemeinsame Elektronische Zeitschriftenbibliothek - Niedersachsen (GEZ-N)29. 1999 wurde eine Kooperation mit der EZB beschlossen. Ein anderes Projekt ist ELib30 an der Universität Osnabrück. Obwohl man hier zwei Typen unterscheidet, nämlich elektronische Parallelausgaben und reine Internet-Zeitschriften, enthält die Liste mit elektronischen Zeitschriften auch solche Titel, zu denen lediglich Inhaltsverzeichnisse online verfügbar sind.

Ein speziell für Historiker interessantes Projekt ist die History Cooperative31. Dabei handelt es sich um ein seit März 2000 existierendes Kooperationsprojekt von American Historical Association, Organization of American Historians, University of Illinois Press und National Academy Press. Hier werden elektronische Parallelausgaben der beiden Zeitschriften American Historical Review und Journal of American History angeboten. Der Service soll weiter ausgebaut werden, indem jährlich fünf bis sieben amerikanische und auch internationale Periodika hinzugefügt werden sollen.

All diese Dienste bieten elektronische Parallelausgaben im günstigsten Fall für die letzten paar Jahre an. Die Zeitschriften werden aber nicht von der ersten Ausgabe an erfasst. Dies hat sich JSTOR32 zur Aufgabe gemacht.33 Allerdings werden die Ausgaben der letzten zwei bis fünf Jahre hier nicht zur Verfügung gestellt. Damit ist diese Zeitschriftendatenbank nicht nur ein wichtiges Instrument für die Literatursuche, sondern gerade für Historiker auch eine umfangreiche Quellensammlung.

2. Kommen wir nun zu den originären Internet-Periodika. Wie viele solcher elektronischen Zeitschriften es für den Bereich der Geschichtswissenschaft gibt, ist gar nicht so einfach zu sagen.34 Das hängt natürlich auch davon ab, wie weit oder eng man die Geschichte definiert. Der HJG listet derzeit über 200 Titel35 sowie über 30 elektronische Newsletters.36 Ende Juni 2000 waren es noch 152 Zeitschriften und 29 Newsletter.37 Der Anstieg ist nicht nur durch seitdem neu entstandene Periodika zu erklären, sondern auch dadurch, dass durch eigene Recherchen bereits existierende Zeitschriften gefunden wurden.

Einige dieser im HJG aufgeführten Internet-Periodika wurden bereits wieder eingestellt, zu einigen gibt es keine Spuren mehr, wohingegen sich zu anderen immer noch die Homepage findet. Daneben gibt es elektronische Zeitschriften, bei denen man nicht wirklich weiß, ob sie eingestellt worden sind oder nicht. Nichtsdestotrotz gibt es eine - gewisse - Tendenz zur elektronischen Publikation. Für das Jahr 2001 sind bereits sechs neue Online-Zeitschriften angekündigt bzw. bereits zum ersten Mal erschienen, darunter ja auch eForum zeitGeschichte. An dieser Stelle sollen zunächst einmal insbesondere für Zeithistoriker interessante elektronische Zeitschriften kurz vorgestellt werden (ausgenommen eForum zeitGeschichte):

Daneben gibt es noch andere elektronische Zeitschriften, die zwar keinen speziellen Schwerpunkt auf die Zeitgeschichte legen, dennoch aber von Nutzen für die zeithistorische Forschung sein können:

3. Diese Auflistung spiegelt in etwa auch das Erscheinungsbild der elektronischen Zeitschriften in der Geschichtswissenschaft insgesamt wider. Sie zeigt die Fehler, die gemacht werden, wie z.B. fehlende Angaben von Erscheinungsdaten. Sie zeigt, welche Publikationsmodelle benutzt werden, so die konventionelle Bandzählung, deren Auflösung und verschiedene Mischformen. Zu den Fragen der Probleme bei elektronischen Zeitschriften ließe sich noch vieles schreiben, doch habe ich dies bereits an anderer Stelle getan, so dass ich hier darauf verzichte.68 Abschließend soll noch kurz die Frage nach der "Überlebenschance" der elektronischen Zeitschriften beleuchtet werden.

Ich bin zwar kein Hellseher, doch ich bin mir sicher, dass einige der hier genannten und der im HJG aufgeführten Periodika spätestens in ein paar Jahren nicht mehr existieren werden. Vieles hängt von der Arbeit der Herausgeber ab. Ihnen muss es gelingen, ihre Zeitschrift bekanntzumachen - bei potentiellen Autoren und bei potentiellen Lesern. Die Chancen stehen mittlerweile gar nicht so leicht im Vergleich mit der Situation vor ein paar Jahren. Ein wichtiges Hilfsmittel dazu stellen die Mailinglisten dar. Dabei handelt es sich allerdings um eine Möglichkeit, die noch nicht voll ausgeschöpft wird. Zumindest ist das der Eindruck, wenn man die Log-Files der H-Net Listen durchsucht.69 Es dürfte auch nicht ausreichen, nur einmal eine Ankündigung zu verschicken. Die Mailinglisten bieten jedenfalls die Möglichkeit, auf schnellem und einfachem Wege viele potentielle Leser zu erreichen. H-Soz-u-Kult beispielsweise hat mittlerweile über 4000 Subskribenten. Geeignete Listen zu finden, ist mittlerweile ja auch über den HJG möglich.

Eine weitere Möglichkeit ist die Ankündigung neuer elektronischer Zeitschriften und neuer elektronischer Aufsätze über den Newsletter des HJG. Damit verbunden ist ein Eintrag in die Bibliographie für elektronische Aufsätze. Die Zahl elektronischer Veröffentlichungen ist mittlerweile so groß, dass es meiner Ansicht nach notwendig erscheint, diese in einer Bibliographie zu verzeichnen. Zudem hat der Benutzer die Möglichkeit, von da direkt auf die Aufsätze zuzugreifen - soweit sich denn die Webadressen zwischenzeitlich nicht geändert haben. Eine solche Bibliographie erscheint auch deshalb notwendig, weil elektronische Artikel bislang kaum in bibliographischen Datenbanken berücksichtigt werden. Historical Abstracts und America: History and Life indizieren nur zwei historische Internet-Periodika, nämlich Cromohs und Journal of the Association for History and Computing.

Die Frage nach dem "Überleben" ist nicht nur für Online-Zeitschriften relevant. Selbstverständlich ist sie für alle Internetprojekte von Bedeutung, wie ja bereits Ingrid Böhler in ihrem Aufsatz über Zeitgeschichtsforschung und Internet in der ersten Ausgabe von eForum zeitGeschichte dargelegt hat.70 Sie gilt in hohem Maße auch für den HJG. Natürlich spielen auch andere Gründe als die "Öffentlichkeitsarbeit" eine Rolle, vor allem auch eine letztlich gesicherte finanzielle Basis. So muss denn zum Ende hin offen bleiben, welche Zukunft der History Journals Guide haben wird.


 

 

1Die alte "Kölner" Zeitschriftenliste ist immer noch im Netz zu finden, sollte aber nicht mehr benutzt werden, da sie veraltet ist: [http://www.uni-koeln.de/phil-fak/histsem/histjour/histjour.htm].
2[http://www.ukans.edu/history/VL/].
3[http://www.vlib.org/].
4[http://www.history-journals.de/hjg-search.html].
5[http://www.history-journals.de/hjg-news.html].
6Historical Periodicals Directory, hg. Von Eric Boehm u.a., 5 Bde., Santa Barbara, CA 1981-1986.
7[http://www.ulrichsweb.com/UlrichsWeb/].
8[http://www.publist.com/].
9Ingrid Böhler, Zeitgeschichtsforschung und Internet: ZIS (Zeitgeschichte-Informations-System) als Beispiel, in: eForum zeitGeschichte 1 (2001), 1, [http://www.eforum-zeitgeschichte.at/1_01a5.pdf].
10[http://www.gbv.de/direkt/gbvdirekt.html].
11[http://www.subito-doc.de/].
12[http://uncweb.carl.org/].
13[http://www3.oup.co.uk/jnls/tocmail/].
14[http://www.wkap.nl/kaphtml.htm/ALERT/].
15[http://www.tandf.co.uk/sara/sara.html].
16[http://www.bl.uk/online/inside/inside-alert/].
17Rüdiger Hohls / Peter Helmberger, H-Soz-u-Kult: Eine Bilanz nach drei Jahren, in: Historical Social Research 24.3 (1999), 20.
18[http://www.historische-bibliographie.de/].
19[http://www.bbaw.de/vh/jdg/index.html].
20[http://www.uni-klu.ac.at/groups/his/his_oehb/].
21[http://www.geocities.com/history_guide/ebib/ebib.html].
22[http://sb2.abc-clio.com:81/index.html].
23[http://pci.chadwyck.com/].
24[http://www.chass.utoronto.ca/amphoras/tocs.html] (Englisch), [http://bcs.fltr.ucl.ac.be/tocs-in/] (Französisch).
25[http://tarlton.law.utexas.edu/tallons/content_search.html].
26[http://www.phil.uni-erlangen.de/p1ges/zfhm/zfhm.html].
27Siehe hierzu die Auflistung im HJG: [http://www.history-journals.de/hjg-elecdist.html].
28[http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/].
29[http://elib.sub.uni-goettingen.de/].
30[http://elib.ub.uni-osnabrueck.de/elib/user/].
31[http://www.historycooperative.org/].
32[http://www.jstor.org/].
33Zu JSTOR siehe auch: Dawn Tomassi, JSTOR: Archiving and Accessing the Past, in: History Journals News Nr. 22-00 (6. September 2000), [http://www.history-journals.de/hjg-article-002.html] (HTML), [http://www.history-journals.de/hjn-22-00.txt] (ASCII).
34 Siehe dazu auch: Stefan Blaschke, Some Remarks on E-Journals in History, in: H-Africa [h-africa@msu.edu] (14. März 2000); Stefan Blaschke, Elektronische Zeitschriften für Historiker: Ein paar Anmerkungen, in: H-Soz-u-Kult [h-soz-u-kult@h-net.msu.edu] (21. Juni 2000), [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/beitrag/essays/blst0600.htm].
35[http://www.history-journals.de/hjg-ejournals.html].
36[http://www.history-journals.de/hjg-enews.html].
37 Stefan Blaschke, Elektronische Zeitschriften für Historiker: Ein paar Anmerkungen, in: H-Soz-u-Kult [h-soz-u-kult@h-net.msu.edu] (21. Juni 2000), Abs. 5, [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/beitrag/essays/blst0600.htm].
38[http://cwihp.si.edu/publications.htm].
39[http://olymp.wu-wien.ac.at/eiop/].
40[http://hispanianova.rediris.es/].
41[http://www.columbia.edu/cu/sipa/REGIONAL/ECE/intermar.html].
42[http://www.sussex.ac.uk/Units/HUMCENTR/usjch/].
43[http://www.20thcenturywomen.com/].
44[http://www.africa.ufl.edu/asq/].
45[http://www.unc.edu/depts/diplomat/].
46[http://www.cromohs.unifi.it/].
47[http://www.demographic-research.org/].
48[http://www.jcu.edu.au/aff/history/].
49[http://ihr.sas.ac.uk/publications/ejihmnu.html].
50[http://www.rewi.hu-berlin.de/FHI/].
51[http://www.qualitative-research.net/fqs/].
52[http://www.fundus.d-r.de/].
53[http://www.genders.org/].
54[http://www2.h-net.msu.edu/reviews/].
55[http://www.ideajournal.com/].
56[http://wwwsshe.murdoch.edu.au/intersections/].
57[http://www.mcla.edu/web/news/publications/sba-womenctr/].
58[http://www.stratnet.ucalgary.ca/journal/].
59[http://mcel.pacificu.edu/JAHC/JAHCindex.htm].
60[http://csf.colorado.edu/jwsr/index.html].
61[http://www.scripps.ohiou.edu/mediahistory/].
62[http://northstar.vassar.edu/].
63[http://www.pflegegeschichte.de/].
64[http://www.querelles-net.de/].
65[http://ihr.sas.ac.uk/ihr/reviews/revmnu.html].
66[http://www.tu-berlin.de/zfa/journal/journal.htm].
67[http://artsweb.bham.ac.uk/49thparallel/].
68Stefan Blaschke, Elektronische Zeitschriften für Historiker: Ein paar Anmerkungen, in: H-Soz-u-Kult [h-soz-u-kult@h-net.msu.edu] (21. Juni 2000), Abs. 5, [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/beitrag/essays/blst0600.htm].
69[http://www2.h-net.msu.edu/logsearch/].
70Ingrid Böhler, Zeitgeschichtsforschung und Internet: ZIS (Zeitgeschichte-Informations-System) als Beispiel, in: eForum zeitGeschichte 1 (2001), 11, [ http://www.eforum-zeitgeschichte.at/1_01a5.pdf].